schnell und effizient ein Buch schreiben

Wie man schnell und effektiv ein Buch schreibt

Der Traum von eigenen Buch

Wer hat nicht schon einmal daran gedacht, dass eigene Buch in den Händen zu halten, Leser die die Worte in sich aufnehmen die deinen Gedanken entsprungen sind. Doch wie schreibt man ein Buch? Und wichtiger: wie schreibt man es schnell und effektiv?

Ich zeige dir in 6 Schritten wie du schnell und effizient dein eigenes Buch zu Papier bringst.

Schritt 1. Die Idee – über was soll ich schreiben?

Egal ob Fiktion, Sach- oder Kochbuch: Selbstverständlich sollte deine Idee – zumindest im groben Umfang – bereits feststehen bevor du dich an daran machst zu schreiben.

Mach dir allerdings nicht allzu viele Gedanken über Details! Denke dir ein grobes Konzept aus, und fang einfach an. Ich habe vier Jahre gebraucht bis ich endlich einen Teil meines Fantasyromans begonnen habe (Später mehr hierzu) weil ich mir zu viel Gedanken gemachte habe!

Outline oder nur eine Inhaltsangabe?

Natürlich ist der Aufbau deiner Idee je nach Genre unterschiedlich zu planen. Nehmen wir als Beispiel einmal das Sachbuch. Bevor du dein Buch schreibst solltest du dich auf ein Topic festlegen (Kochbücher Topics: Low-Carb Rezepte, Burger-Rezepte etc).

Danach solltest du eine grobe Inhaltsangabe mit den Rezeptideen erstellen, die du planst in dein Kochbuch mit aufzunehmen. Du kannst allerdings auch einfach darauf los schreiben!

Natürlich spielt bei Sachbüchern die Recherche eine wichtigere Rolle wie bei Romanen. Für diese gibt es allerdings eine Regel: Recherchiere und schreibe niemals gleichzeitig.

Bei Romanen sieht das ganze etwas anders aus. Aus meiner eigenen und der Erfahrung anderer Autoren ist die Planung vom Buchinhalt (vor allem bei fiktiven Romanen) zwar bis zu einem bestimmten Punkt sinnvoll, kann aber schnell dazu führen das Monate ins Land ziehen ohne das ein Kapitel zu ende geschrieben wurde. Wenn dich die Struktur deines Storytellings interessiert schau dir doch diesen Beitrag an.

Um dein Buch schnell und effizient zu schreiben gilt auch hier: Mache in kurzen Sätzen klar um was es in deinem Buch gehen soll und fang einfach an. Mach dir keine allzu großen Gedanken über die Motivation deiner Charaktere oder die geografische nachvollziehbarkeit deiner fiktiven Welt.

Das erfinden von Charakteren und Schauplätzen ist wie das kennenlernen von realen Orten und echten Menschen. Du kannst so viel recherchieren wie du willst, kennenlernen wirst du sie nur in dem du mit ihnen sprichst und sie selbst erkundest!

Der Kern deiner Geschichte sollte im Fokus stehen. Dir steht hierbei frei ob du dich einer Outline bedienst und das Buch von Anfang bis Ende grob durchplanst ODER ob du dich selbst auf ein Abenteuer begibst und das Ziel findest in dem du den Weg selber gehst.

Schritt 2: Quantität statt Qualität!

Hört sich zuerst verkehrt an, aber für die schnelle und effektive Entstehung deines Buches ist vor allem eins Unabdingbar: Stückzahl!

Wenn du planst, schnell und effizient ein Buch zu schreiben kommst du nicht drum herum eine bestimmte Anzahl an Worten pro Tag zu schreiben. Hier gilt (vorerst) die Regel Quantität schlägt Qualität.

Auch ich habe den Fehler gemacht, mich anfangs zu sehr auf lyrische Gestaltung, Satzbildung, Grammatik, Tipptechnik usw. zu konzentrieren. Die Liste hierzu ist ziemlich lang.

Schreibe erst dein Buch zu Ende und kümmere dich dann um die Überarbeitung

500-Words a Day keeps the „Schreibblockade“ away

Konzentriere dich zu beginn darauf, pro Tag mindestens 500 Wörter pro Tag zu schreiben. Den die tägliche Menge an Worten ist entscheidend darüber wie schnell und effektiv du dein Buch schreiben wirst.

Let’s do the math:

Sagen wir du schreibst 5 Tage die Woche. 5 x 500 Wörter = 2500 pro Woche. 4 x 2500 Wörter = 10.000 Wörter pro Monat. In einem Monat würdest du also 10.000 Wörter schreiben können. Und ungeachtet der Tippgeschwindigkeit sind 500 Wörter wirklich schnell zu schaffen!

Lass dich allerdings nicht auf den 500 nieder! Du wirst merken, dass du dich – sobald du im Schreibfluss angekommen bist – kaum noch halten können wirst. Schnell werden aus 500 plötzlich 1000 Wörter. Gehe über dich hinaus und bleibe konsequent.

Unter die 500er-Marke solltest du allerdings nicht kommen!

Schritt 3: Editing/ Überarbeiten ist dein schlimmster Feind

Wer kennt es nicht: Man schreibt eine E-Mail und ändert sie innerhalb von 30 Minuten lang 25 mal ab. Das führt dazu, dass eine 5-Min-Mail gut mal 45 Minuten dauern kann. Bitte tu dir das beim schreiben deines Buches nicht an!

Zugegeben: Wenn deine Mail scheisse ist, dann wird sie u.U. auch gleich jemand lesen und dich eventuell darauf ansprechen.

Anders ist das bei deinem ersten Manuskript-Entwurf: Den liest i.d.R. nur du!

Sei also gewarnt: Wenn du vorankommen willst, schreibe dein Buch (ja komplett) zuerst zu Ende, und korrigiere erst danach. Du wirst ohnehin (selbst nach der ersten korrektur) gefühlt 90 % ändern wollen.

Es ist völlig normal, dass dir einen oder zwei Tage später die zuvor geschrieben Sätze, wie die Worte eines betrunkenen Analphabeten vorkommen werden. Warum zum Geier solltest du dir also die mühe machen noch während du deinen ersten Entwurf schreibst diesen zu korrigieren, wenn du Wochen später sowieso wieder alles über den Haufen wirfst? Wenn man schnell und effektiv ein Buch schreiben will dann ist Durchhaltevermögen gefragt.

Als groben Ablauf solltest du folgendes verinnerlichen: Manuskript Entwurf 1 >>> Manuskript Version 2 (Inhaltlich Überarbeitet) >>> Manuskript Version 3 (Inhaltlich & technisch überarbeitet)

Schritt 4: Der richtige Ort, die richtige Zeit

Wann soll ich schreiben?

Sicherlich hast auch viel anderen Stuff zu tun. Daher ist auch beim Schreiben, Zeitmanagement der Schlüssel zum Erfolg.

Ich bin Vater zweier Kinder, Berufstätig und habe daher einen ziemlich enges Zeitfenster um meine Worte zu Papier zu bringen. In meinem Fall stehe ich zwischen 5:00-6:00 auf und schreibe meine Zeilen morgens, nach Kaffee No. 2 und einer kleinen Dehnübung.

Ich gebe zu: Mein Beispiel ist nicht für jeden was. Auch wenn es vielen Schriftstellern nachweislich morgens leichter fällt sinnvolle Sätze zu schreiben, muss das nicht bedeuten, dass du ab sofort mit den Vögeln erwachst. Du kannst das schreiben – zumindest Testweise – in deine Morgenroutine einbauen!

Ich empfehle dir einfach deinen Tag durchzuplanen. Hast du mittags Zeit 1-2 Stunden zeit? Nutze Sie! Hast du eher Abends deine Ruhe? Finde deinen Rhythmus und reserviere dir diese Zeitfenster als writing-time!

Wo soll ich schreiben?

Schreiben lässt sich theoretisch überall. Nun ist es so, dass wir Menschen unterschiedlich sind. Der eine lässt sich leicht ablenken, den anderen stört selbst der Bagger im Nachbars-Garten nicht.

Dein Schreibort muss nicht perfekt sein. Du solltest nur zu Ruhe kommen können und dich ganz darauf konzentrieren was du schreibst. Ob eigener Hobby-Raum oder Büro, Wohnzimmertisch, im Park auf dem Klo.

Wenn du dich an diesem oder mehreren Orten kreativ entfalten kannst ohne gestört zu werden, dann ist das dein Place-to-be.

Schritt 5: Pro·kras·ti·na·ti·on/Prokrastinatión (vermeiden)

Das Verschieben, Aufschieben von anstehenden Aufgaben, Tätigkeiten.

Wir sind uns sicher einig, dass dieses Topic in allen Aspekten unseres Lebens anwendbar ist. Wir beschränken uns heute auf das Schreiben.

Die Prokastination hängt im Schriftstellerjargon eng mit dem Begriff „Schreibblockade“ zusammen.

Das verschieben deiner Schreib-Sessions kann viele Ursachen haben, das Endergebnis ist aber immer das gleiche: Du suchst Ausreden nicht zu schreiben, ergo du schreibst nichts.

Beispiele für solche Ausreden:

  • Ich schreibe wie ein Kind aus der ersten Klasse auf Crack – Autor sein, dass ist nichts für mich
  • Netflix hat wieder was neues, ich glaub ich ziehe mir 5 Staffeln rein.
  • Meine Freunde wollen was trinken gehen. Ich bin zwar noch betrunken vom letzten mal. Aber was soll’s.
  • Ach, mein Buch wird eh niemand lesen.
  • Ich bin heute nicht kreativ genug um anständige Sätze zu bilden.
  • Ich hänge lieber 5 Stunden an meinem Handy und like random bullshit auf Instagram

Hierzu habe ich nicht viel zu sagen außer: Hör auf nach Ausreden zu suchen. Wer nach etwas sucht, der will offensichtlich etwas finden. Bist du also auf der Suche nach einer, für dein Gewissen akzeptablen Ausrede warum du heute nicht schreiben kannst wirst du mit ziemlicher Sicherheit welche finden.

Hock dich hin und schreib einfach, egal wie du dich heute fühlst. Du wirst sehen wie leicht es dir nach einzigen Zeilen fallen wird!

Schritt 6: Verschwende nicht zu viel Gedanken an die richtige Hardware/Software.

Ja, das schreiben macht aus eigener Erfahrung auf einem Macbook wirklich mehr spass. Aber eines sei gesagt: Das alles bringt dir nichts, wenn du Wochen damit verschwendest das richtige Notebook oder gar eine Schreibmaschine für dich zu finden. anstatt dein Buch zu schreiben.

Für den Anfang empfehle ich dir es einfach zu halten. Hast du zuhause einen Laptop oder einen PC (wer hat das heute nicht) dann hock dich hin und schreibe. Selbst auf dem Tablet und dem Handy lässt sich via Bluetooth-Tastatur schnell und effektiv ein guter Text verfassen.

BEGINNER-TIPP:

Ein günstiges Android-Tablet oder ein Fire HD von AMAZON in Kombination mit einer kleinen und kompakten Bluetooth-Tastatur können ein richtiger Allrounder für deine Schreibsessions sein. So habe ich angefangen!

Für die Software heisst es anfangs ebenso: Keep it simple.

Google bietet hierzu ein einfaches aber geniales Schreibprogramm das Cloudbasiert arbeitet. Google Docs ist allerdings datenschutzrechtlich umstritten. Wenn dir der Gedanke alles in der Wolke von Papa Google zu speichern missfällt empfehle ich eher eine Offline Lösung wie Word, Open Office oder Scrivener. Wenn du mehr zu den Schreibprogrammen erfahren möchtest klicke hier.

Fazit

Man kann noch so viele Bücher und Blogartikel über dieses Thema lesen. Voran kommen kann man nur in dem man zur Tat schreitet. Eine komplizierte Gleichung wie z.b. Schreibort + Kreativität + Outlining / Zeitmanagement – Ausreden = 1000 Wörter p.T. ist nicht nötig. Den Anfang macht man wie immer in dem man beginnt.

Finde einen passenden Ort und fang einfach an zu schreiben. Mach dir deinen Zeitplan und sieh zu, dass du deine angepeilte Wörterzahl (nicht weniger wie 500 Wörter) erfüllst.

Wenn du deinen ersten Entwurf geschrieben hast, kannst du dich – mit ein wenig Pause dazwischen – ans überarbeiten machen. Kleiner Tipp: Lass einige Wochen zeit verstreichen bevor du dich daran machst den Entwurf zu bearbeiten und arbeite in der Zeit an anderen Projekten. Das sorgt dafür, dass du abstand gewinnst und dein Manuskript objektiver betrachten kannst.

Behältst du deinen langen Atem und befolgst deine eigenen Regeln steht der schnellen Niederschrift deines Buches nichts im Wege!

Wenn du dich für ein Buch interessiert dass das Schreiben an sich behandelt kann ich dir nur Stephen King’s: Das Leben und das Schreiben empfehlen. Mir hat dieses Buch in der Findungsphase wirklich weitergeholfen!

Ich plane einen größeren Guide der dir beim Schreiben deines Buches helfen soll. Gerne darfst du im Kommentarbereich Anmerkungen zu Themen erwähnen die ich in meinem Guide ansprechen sollte 🙂

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1 Kommentar zu „Wie man schnell und effektiv ein Buch schreibt“

  1. Pingback: Wie man eine Schreibblockade überwindet (5 Schritte)

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