Ultimative Magiesystem

Der Ultimative Magiesystem-Guide: How to get away with magic!

Welcher Fantasy oder Fiktion-Autor kennt es nicht: Das Magiesystem und seine Tücken. Aber wie geht das eigentlich? Wie kreiert man ein eigenes, einzigartiges Magiesystem und auf was muss man achten? Welche Arten von Systemen gibt es überhaupt? Und wo findet man eine anständige Vorlage?

In diesem Ultimativen Fantasy-Magiesystem-Guide zeige ich dir welche Kriterien berücksichtigt werden müssen und gebe dir außerdem eine hilfreiche kostenlose PDF-Vorlage, mit der du dein eigenes System erstellen kannst!

Vorneweg: Ob du dein eigenes Magiesystem für eine nette Pen & Paper Runde ausarbeitest oder für deinen eigenen Roman ist vorerst nicht weiter relevant. Dieser Guide ist für jede erdenklichen Zauberanlass gedacht!

Um uns der Ausarbeitung eines System zu nähern, müssen wir erst einmal entscheiden, welche Art von Magie wir für unser Vorhaben nutzen wollen.

Welche Magie-System-Arten gibt es?

Verschiedene Genres bedienen sich unterschiedlicher Systeme.

Für die perfekte Magiesystem-Vorlage behandeln wir die im Fantasy-Nerd-Fachjargon bekannten folgenden Oberbegriffen.

Weiche Magie-Systeme

Bei dem weichen Magiesystem verhält es sich, dass sich die Techniken eher im Hintergrund halten und undeutlich oder nur vage definiert werden.

Ein gutes Beispiel wäre hierzu der Zauberer Gandalf aus der Herr der Ringe. Tolkien lässt in seinem Fantasy-Epos, die Beschreibung der Fähigkeiten seiner Charakter und deren Limitierungen beinah ganz aus.

Das hat den Effekt, dass die Magie sehr mystisch wirkt, aber auch den sideeffekt, dass man nicht genau weis wo die Fertigkeit beginnt und wo sie aufhört.

Ältere Fantasy-Titel arbeiten oft mit solchen Systeme.

Es hat offensichtlich einen Grund warum sich Gandalf, Frodo und den Ring nicht einfach schnappt, um mit den Adlern zum Schicksalsberg zu fliegen. Es wird nur eben nicht erklärt.

Harte Magie-Systeme

Harte Magiesysteme sind sprichwörtlich HART und klar definiert. Sie unterliegen strengen Regeln und Limitierungen, die dem Leser so gut wie nur möglich nahegelegt werden.

Am besten kann man harte Systeme mit Wissenschaft vergleichen. Hierzu eignet sich als Paradebeispiel die Sympathie aus der Name des Windes von Patrick Rothfuss.

Der Autor hat die Grenzen der Sympathiker mehr als deutlich definiert.

Kvothe braucht für die Verwendung der Sympathie immer eine geeignete Stoffe und Energiequellen.

Um den entfernten Docht einer Kerze zu entzünden muss er Wärme durch die Schnur senden, die er per Sympathie mit dem Docht verbunden hat.

Außerdem ist entscheidend, wie ähnlich sich die beiden Stoffe sind, mit denen man eine sympathische Verbindung eingeht.


Ein weiteres Beispiel hierzu wäre Avatar – Der Herr der Elemente.

Das Bändigen der Elemente unterliegt klaren Regeln.

Ein Bändiger ist nur so gut, wie die Ausbildung die er genossen hat und er kann auch nur ein Element bändigen, es sei denn er ist der Avatar, welcher alle vier Elemente beherrscht.

Hybride Magie-Systeme

Ein guter Mix aus weich und hart ergibt am ende ein Magiesystem das von beiden Welten profitieren kann.

Hierbei ist es dem Autor überlassen, wie sehr er ins Mystische oder ins Wissenschaftliche gehen möchte.

Hier kann allerdings auch am meisten in die Hose gehen. Warum erfährst du gleich.

Hier siehst du einige Beispiele an verschiedenen Systemen.  © Damijan Ivesic – https://lordofthewords.com

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Ultimativer Magiesystem-Guide (kostenlose PDF)

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    Sandersons Law

    Der bekannte Fantasy-Autor Brandon Sanderson ist nicht nur für seine ausschweifenden Fantasy-Romane bekannt.

    Der erfolgreiche Schriftsteller hat in seinen Werken u.a. sehr ausgeklügelte Magiesysteme und behandelt dieses Thema ausgiebig in seinen Schreibkursen.

    Er unterteilt die Punkte für eine erfolgreiche Magiesystem-Vorlage in drei Regeln.


    Sandersons Law 1: Die Fähigkeit eine(r)s Autor/in ein Problem mit Magie zu lösen ist direkt proportional zum Verständnis der Leser*innen zu den Regeln der Magie.

    Was bedeutet das?

    Für harte oder Hybrid-Systeme heißt das vor allem eins: Hat dein System klare Regeln muss der Leser diese auch verstehen.

    Nun musst du nicht umbedingt die ersten 150 Seiten deines Romans, dem detaillierten Regelwerk deiner Magie widmen.

    Vielmehr kann das im verlauf deiner Geschichte im Buch erläutert & implementiert werden.

    Die Protagonisten anfangs genau so Ahnungslos wie den Leser zurückzulassen und nach und nach alles aufzulösen ist auch eine Möglichkeit.

    Das eignet sich am besten, wenn der Magier/Zauberer/Protagonist selbst ein Schüler ist und von einen Lehrmeister unterwiesen wird.

    Schreibst du an einem Pen & Paper System ist ein Regelwerk selbstverständlich unabdingbar.

    Möglichkeiten gibt es genug, mach aus deiner Erörterung aber keine Doktorarbeit.

    In erster Linie ist es wichtig das DU dir der Regeln und Gesetzte deines Magiesystems im Klaren bist!

    Lass die Anleitung also keines Falls ganz aus. In meinen Augen gibt es nichts schlimmeres, als ein Magiesystem, dass nur funktioniert um den Plot oder den Charakter voranzutreiben.

    Lasse deine Helden/Heldin bitte nicht einfach jedes Problem lösen nur weil es die Geschichte so will.

    Überlege dir Regeln und Grenzen die den Nutzer dazu zwingen sich anzupassen und mit Ihnen schwierige Situationen zu bewältigen. Wie sehr du hierzu ins Detail gehst bleibt dir überlassen.

    Meine Magiesystem-Vorlage führt dich Schritt-für-Schritt durch diese Ausarbeitung

    Sandersons Law 2: Schwächen sind interessanter als Stärken.

    Die Limitierung der Fähigkeiten ist für die Funktionalität und die Effektivität des Systems ausschlaggebend.

    Du kannst natürlich auch Magie anwenden und damit machen was und wann immer du willst.

    Der Leser wird dir irgendwann auf die Schliche kommen und dich eventuell einen Faulen Autor schimpfen.

    Grenzen müssen aber nicht unbedingt nur Regeln sein. Der Anwender kann auch physikalische oder Mentale Nachteile durch die Nutzung seiner Fähigkeiten erleiden.

    Welchen Preis bezahlt er für seine Macht?

    Auch Organisationen oder Gemeinschaften, die die Nutzung der Magie beeinflussen oder beschränken könnten, sind als Regel-Instrument denkbar!

    Zusammengefasst definieren die Limits deines Magiesystems also, wie dein Protagonist Problem X unter Einhaltung der Regeln A-Z lösen kann.

    Sandersons Law 3: Füge keine neuen Fähigkeiten hinzu, sondern erweitere bereits vorhandene.

    Weniger = Mehr.

    Wenn du von deinen 10 Magie-Klassen, noch weitere 15 Subklassen und 300 Fertigkeiten ausarbeitest ist das schön und gut.

    Das wird aber rasch unübersichtlich und könnte je nach Umfang schnell den Rahmen sprengen.

    Die Kunst ist es einige wenige Fertigkeiten auszuarbeiten und diese dann weiter auszubauen.

    Manchmal reichen schon kleine Erweiterungen an einer Fähigkeit, damit diese vielseitiger wirkt und vielleicht sogar den Anwender dazu zwingt kreativ zu werden.

    Wenn du das schaffst, wird das Lösen von Problem X durch die Magie & die Anpassungsfähigkeit der Protagonisten zu einem rausch und Leser werden es lieben.

    Worldbuilding, Setting & Charakter

    Deine Zauberkünste sollten natürlich auch zu deinem Setting passen.

    In ein Sci-Fi Genre könnte ein System mit wissenschaftlichen Background besser zum Inhalt passen als es in einer High Fantasy Geschichte der Fall wäre.

    Natürlich gilt hier: die Regel bestimmt die Ausnahme.

    Die Einbettung der Fähigkeiten sowie der Legenden in deiner Welt müssen ebenfalls gut durchdacht sein.

    Was für Auswirkungen hat die Nutzung der Magie auf die Geschichte, Umwelt, Mensch & Tier?

    Welche Legenden erzählt man sich von diesen Kräften? Ist es eher ein Mythos oder gängige Praxis?

    Finde eine passende Art und Weise, wie du dein(e) Magiesystem(e) in deine Geschichte verweben kannst und versuche dabei vor allem nichts zu erzwingen!

    Näheres findest du in der Magiesystem-Vorlage weiter unten im Beitrag!

    Auswirkungen auf die Protagnisten

    Aus großer Kraft folgt große Verantwortung

    – Stan Lee

    Wie die Charakter mit der gegebenen Macht umgehen und wie Sie sie verändert sollte umbedingt berücksichtigt werden.

    Was machen die magischen Fähigkeiten mit der Motivation deiner Charaktere? Werden sie Machthungrig wie Anakin Skywalker oder wachsen Sie über sich hinaus wie Harry Potter und seine Freunde? Was für einen Stellenwert nehmen die Kräfte ein?

    Versetze sich in die Lage deiner Lieblinge und frage dich, welchen Einfluss Zauberkräfte auf Sie haben könnte.

    Beliebte Beispiele

    Der Zauberlehrling & die Tränke
    Das Harry Potter Zaubern kann ist bekannt. Wie genau, ist allerdings nur vage beschrieben. Wir wissen das die Magie teilweise aus dem Zauberstab, aber auch vom Zauberer kommt.

    Die Neigung geht hier also eher in Richtung Weiches System. Andererseits unterliegt das brauen von Zaubertränken strikten Regeln. Der Vielsafttrank funktioniert, je nach Konzentration nur ein paar Stunden und macht man bei der Zubereitung einen Fehler hat man nicht das gewünschte Ergebnis.

    Das Zaubersystem in Harry Potter hätte, gerade weil Harry und seine Freunde zu Schule gehen viel mehr Potential für ein Hartes System gehabt.

    Der Monsterjäger & das Chaos

    Das Ultimativer-Magiesystem-Worksheet (Kostenlose PDF Download)

    In meinem Ultimativen Magiesystem-Worksheet gebe ich dir die perfekte Vorlage mit passenden Fragen für alle wichtigen Aspekte.

    Die Datei beinhaltet u.a. Vorlagen für Magie-Charakter-Sheets sowie Platz für Beispiel-Konflikte.

    Du kannst die Datei per Mail anfordern, herunterladen und gleich los legen. Ich freue mich auf positives Feedback und konstruktive Verbesserungsvorschläge!

    Viel Spass!

    Ultimativer Magiesystem-Guide (kostenlose PDF)

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