ThewitcherStaffel2

The Witcher Staffel 2 (Review)

Ach, the Witcher Staffel 2. Eine Show mit einigen Makeln, talentierten Darstellern und (trotz immenser Abweichung zu den Büchern) einem ganz akzeptablen Plot.

Nach meinem langen Dexter-Marathon (hierzu bald mehr) bin ich nun endlich dazu gekommen, die 2. Staffel The Witcher durch zu suchten. Was ich von dieser, als alter Hexer-Veteran halte und was meine „Oxenfurter Kommilitonen“ erwarten können, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Infobox
SerientitelThe Witcher
DrehbuchLauren Schmidt Hissrich
BuchreiheDie Geralt-Saga von Andzrej Sapkowski
Cast Geralt von Riva (Henry Cavill), Yennefer von Vengerberg (Anya Chalotras), Prinzessin Cirilla (Freya Allan)
Umfang1. Staffel | 8 Folgen | c.a. 60 min pro Folge (Start Dezember 2019)
2. Staffel | 8 Folgen | c.a. 60 min pro Folge (Start 17. Dezember 2021)
GenreHigh-Fantasy, Epic-Fantasy, Mittelalter, Fiktion
VerfügbarNetflix
InhaltDie Geschichte dreht sich um Geralt von Riva, einem mutierten Monsterschlächter, der sich sein Gold mit dem Erlegen von Biestern verdient. Gegen dessen Willen wird er in politische Intrigen und die Machenschaften der Zauberin Yennefer von Vengerberg verwickelt. Ein altes Recht verschweißt unwiderruflich die Schicksale der jungen Prinzessin Cirilla und des Hexer von Riva.

Zusammenfassung

Am Ende der 1. Staffel haben Geralt und Ciri haben zueinander gefunden und befinden sich nun auf dem Weg nach Kaer Morhen, dem Zuhause der Hexer. Unterdessen findet sich Yennefer von Vengerberg, nach der Schlacht von Sodden in der Gefangenschaft von Mit-Zauberin Fringilla Vigo wieder.

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei seinem „alten Freund“ Nivellen treffen Geralt und Ciri in Kaer Morhen ein, wo sie von den anderen Hexern in Empfang genommen werden. Yennefer versucht derbei wiederzuerlangen was Sie in der Schlacht geopfert hatte und schlägt einen gefährlichen Weg ein.

Sapkowski „OVER & OUT“

Wo ich die erste Staffel noch dafür gelobt hatte, dass sich die Macher trotz vieler Veränderungen größtenteils an der Buchvorlage orientiert haben, so muss ich für die zweite Staffel diese Aussage wohl leider revidieren.

Die Witcher Serie driftet in der zweiten Staffel zunehmend vom Buchmaterial ab. Ich würde sagen, gute 80-90 % des Plots in Staffel 2 folgen nun einer ganz anderen Storyline, die weder in den Büchern, noch in den Spielen in dieser Form vorkam.

Wer also eine 1-1 Adaption zu den Büchern oder Games erwartet den muss ich leider enttäuschen.

Doch wo sich manchen Witcher-Fans vielleicht die Fingernägel kräuseln, da kann ich alle anderen „nicht-Day-One-Fans“ jedoch beruhigen. Die Story liefert alles in einem gut ab, ist spannend und hat mehr oder weniger ein offenes Ende. Dieses wiederum könnte auch Potential für etwas mehr Fahrt in Richtung Buchvorlage bieten. (auch wenn ich bezweifle dass das passieren wird).

Fotoquelle: Netflix.com

Charakter

Die Entwicklung der Charakter macht sich am stärksten bei Geralt bemerkbar, der jedoch gleichzeitig die meiste Zeit von Ciri und Yennefer regelrecht zur Seite gedrängt wird.

Das ist meiner Meinung nach sehr Schade, da sich der einsame Wolf und sonst so drauf-gängerische Hexer, mehr und mehr in die Ziehvater-Rolle für Ciri einfügt und Henry Cavil mit dem Charakter wirklich solide Arbeit leistet. Etwas mehr Screentime für den „Namensträger“ der Serie wäre dahingehend angebracht.

Yennefer verliert was sie am meisten an sich geschätzt hat und geht für die Rückerlangung Ihrer Kräfte moralisch fragwürdige Wege. Auch Ciri hat sich verändert: Sie lernt wie ein Hexer zu Kämpfen und stellt sich ihrem Schicksal dem Sie seit langem versucht zu entrinnen.

Der wohl beständigste und nervigste aller Figuren in the Witcher Staffel 2 ist der Clown, der Rittersporn darstellen soll. Ich weiß: Da kommt wieder der Hexer-Fanatiker in mir raus. Den Rittersporn aus den Spielen und Büchern muss man allerdings nicht kennen, um diesen dauerquasselnden Volltrottel von einem Pop-Barden nicht ausstehen zu können.

Vesemir (gespielt von Kim Bodnia) fand ich bisher sehr überzeugend. Die überflüssigen Hexer (es sind einige namenlose Hexer mehr wie in den Romanen)waren in meinen Auge nur Füllmaterial und Mittel zu Zweck. Denn was wäre ein Staffel-Finale ohne kämpfende Hexer?

Fazit

The Witcher Staffel 2 geht offensichtlich (wie angekündigt) seine eigenen Wege. Bis auf eine grobe Basis aus Andrzej Sapkowski’s Meisterwerken, ist von der Pentalogie bis zu diesem Punkt nicht mehr viel übrig. Das muss aber nicht unbedingt schlecht sein, denn auch ohne die originalen Plots liefert die Geschichte in der zweiten Staffel genug ab um mich unterhalten zu haben.

Die Special-Effects sind besser wie in der 1. Staffel, die Schauplätze zwar stil-sicherer, bis auf kleine Ausnahmen aber noch nicht authentisch genug um mich sofort abzuholen. Das beeinflusst aber auch der sehr bunt durch gemischte Cast, der einem die geografische Zuordnung eines Schauplatzes durch die vielzahl ethischer Gruppen zusätzlich erschwert. Diesen Punkt habe ich allerdings schon in Staffel 1 kritisiert.

Alles in einem aber hat mich die The Witcher Serie in der zweiten Staffel zwar nicht umgehauen, aber durchaus Entertained. Ich gebe zu: Ich kann in diesem Franchise nicht ganz unvoreingenommen rezensieren. Ich werde daher für die 3. Staffel meine Erwartungen diesbezüglich etwas runter schrauben.

Wenn Ihr mehr über das Hexer-Universum wissen wollt, dann schreibt mir gern oder lest meine anderen Artikel.

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