ragnarök Staffel 2

Ragnarök (Staffel 1 & 2) Review der Netflix-Serie

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung


Wer nach einer neuen Netflix-Serie zum durchsuchten sucht, dem kann ich reinen Gewissens Ragnarök ans Herz legen. In meinem Review zum Netflix-Orginal erfahrt Ihr ob sich die Serie mit den aktuell zwei Staffeln lohnt und wie es mit der Show weitergeht.

Wenn Ihr mir weitere TV-Shows und Serien empfehlen könnt dann nutzt gerne die Kommentarfunktion!

Worldbuilding & Charakter

Wer auf die nordische Mythologie steht, der kommt in der Kleinstadt „Edda“ definitiv auf seine Kosten. Nicht nur die fiktive Stadt, deren Namen von den nordischen Skaldensammlungen der Edda abgeleitet ist (Quasi die Wikinger Bibel) hat seinen eigenen Charme. Die verflechtung der Charaktere aus den Überlieferungen sowie das Einfädeln diverser Ereignisse wie zum Beispiel Ragnarök innerhalb der Netflix-Serie zeigt dass die Showrunner und Screenwriter genau wissen von was sie sprechen.

Ragnarök ist laut den Legenden der Alten sozusagen der Climax des Kampfes zwischen Göttern und Riesen, sowie das Ende aller Dinge. Die Kombination zwischen Gods vs Giants und Teenagerdrama gelingt der Show wirklich gut.

Ich bin eigentlich kein Fan von Teenagershows, weil Sie oft unrealistisch und erzwungene Plotreihen beinhalten bei denen sich mir die Gedärme verdrehen (siehe Riverdale *würg*). Ragnarök schafft den Spagat allerdings ganz gut, weil eben nichts erzwungen wirkt. Wir sehen Teenager die sich verlieben und nur das Kleinstadtleben in Edda kennen.

Edda an sich bietet eine realistische kleine Stadt in der jeder jeden kennt und in der man entweder bei der Familie Jotun oder im Supermarkt angestellt ist. Dabei bleibt die anfangs Kleinstadt aber eher eine art malerische Kulisse, was platz für den Fokus auf die Handlung und die Bewohner macht. Optisch sieht Ragnarök wie man es von originalen Netflix-Serie gewohnt ist natürlich klasse aus.

Die Menschen in Edda fühlen sich ebenso wie die Kulisse dahinter, echt und nachvollziehbar an. Es gibt die eine verrückte alte Kassiererin, einen einäugigen Opa-Alki im E-Rollator und die schnöseligen reichen Kids auf der Schule. Richtiges Dorf-Feeling eben.

Aber nichts ist wie es scheint: Hinter der verrückten Kassiererin steckt eine Seherin, hinter dem senilen Opa der Allvater höchstselbst und sogar die reichen Kids in Edda sind nicht das was sich vorgeben zu sein.

Magne – Ein Held der nicht so richtig weis wie

Magne ist ein typischer, blonder, hünenhafter aber unsicherer 4er Schüler, Als Legastheniker fällt es ihm schwer Texte zu lesen, weshalb er ungefähr 90% der Show die Sprachausgabe seines Smartphones nutzt. Außerdem sieht er schlecht und macht mit seiner übergroßen Brille Harry Potter alle ehre. Zudem ist der 18 Jährige Ehrlich und Treu. David Stakston spielt seine Rolle des Magne dabei sehr überzeugend,

Thor, Gott des Donners

Zu Beginn der Serie erhält Magne durch die verrückte Alte seine Kräfte. Es dauert nicht lange und es wird dem Zuschauer und auch Magne klar: Er ist eine Reinkarnation von Thor, dem Gott der Donners. Oder ist er das wirklich?

SPOILER-ALTERT: Die Show macht in zweiten Staffel eines deutlich. Magnes Kräfte sind ihm geben worden und können ihn auch schnell wieder verlassen. Denn im zweiten teil der Netflix-Show macht Magne das durch, was Peter Parker in Spiderman 2 erlebt: Er verliert seine Kräfte weil er nicht mit sich im reinen ist.

Magne ist getrieben von Gerechtigkeit. Die Jotunfamilie (die Riesen) üben in Edda viel Macht aus und scheinen mit allem davon zu kommen. Also erklärt Magne ihnen den Krieg und sammelt verbündete die Ihm dabei Helfen die Riesen zu besiegen.

Laurits

Laurits ist das typische Gegenteil von Magne. Dunkles Haar, dürr, extrovertiert und offensichtlich „Genderneutral“. Er ist gerne laut, ein wenig hinterlistig und sehr schlau.

Kommt auch das bekannt vor? Ja, mir auch. Wer die Edda gelesen hat oder zumindest die Marvel THOR Reihe verfolgt hat der sollte hier Hellhörig werden.

Loki, der Gott des Truges

Dass die heutigen Filme und Serien gerade nur so triefen vor politischen Agendas, diversitäten und Gender-Gay-Lesbian-Bewegungen oder erzwungenen starken weiblichen Charakteren, darüber brauchen wir uns nicht unterhalten. Doch eins steht fest: Loki wurde schon in der Edda, als Gestaltenwandler beschrieben, dessen Geschlecht weder Männlich noch Weiblich war. Daher finde ich, passt der „Gender-Stempel“ hier ganz gut und wirkt ganz und gar nicht erzwungen.

Zudem macht Darsteller Jonas Strand Gravli dem Gott der Täuschung wirklich alle Ehre. Seine Darbietung ist zwar weniger Maskulin wie die von Tom Hiddelston, aber dafür spiegelt er die Fassetten, des von Verrat und Intrige durchtrieben Teenie-Gott wirklich ausgezeichnet wieder.

Hrimthurse – Die Riesen

Die Familie Jutun ist nicht nur sehr reich. Sie versteht sich auch noch sehr gut darin Ihre Rolle unter den menschlichen Einwohnern Edda’s zu spielen. Durch Jotun Industries kontrollieren Sie den Großteil der Arbeitsplätze – nicht nur in Edda, sondern in großen Teilen Norwegens. Die Jotun’s sind alte Geschöpfe, Riesen aus der alten Welt, die den Krieg mit den Göttern überlebt haben.

Über die Jahrhunderte wechseln sich die vier Familienmitglieder stetig mir Ihren Rollen ab. Mal spielt Fjor den Sohn und manchmal springt Vidar die jeweiligen Rolle des Sohns oder des Familienoberhauptes ein.

Fazit

Wie zu beginn schon erwähnt: wer große Stücke auf die nordischen Geschichten und Mythen legt, der tut sich mit der Netflix-Serie Ragnarök einen gefallen. Alte Götterkriege, Mjolnir, Odin, die Riese und mitten drin Teenager die nicht verstehen was mit Ihnen passiert und impulsive Entscheidungen treffen, genau das macht diese Serie spannend und sehenswert. Die Neuinterpretation der alten Göttersagen ist durchaus gelungen und macht lust auf mehr,

TIPP: Ich empfehle auch (wie immer) die Show in der Originalfassung zu sehen, das gibt noch ein bisschen mehr Wikingerflare mit auf den Weg!

Ragnarök macht als Serie zwar spaß, hat aber durchaus Kanten und Ecken. Wer allerdings nach einer interessanten TV-Show auf Netflix für „zwischendurch“ Ausschau hält der macht hier definitiv nichts falsch.

Gute Nachrichten: Netflix hat zwar noch keine offizielle Meldung bekannt gegeben, die Wahrscheinlichkeit, dass es nach Staffel zwei auch noch eine dritte Staffel geben wird ist reltiv hoch. Mehr dazu hier.

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