cobra kai never dies

Cobra Kai never dies! Netflix Serien-Review (Staffel 1-3)

Die Cobra Kai Serie erfreut sich zunehmender Popularität! Und das zurecht! Über 30 Jahre ist es her, seit der Kult Film Karate Kid die Kinos eroberte. Seitdem wurden mit dem ursprünglichen Cast zwei weitere Filme gedreht. Die soliden Fortsetzungen reichten allerdings nie an die Qualität und den Erfolg des Originals heran.

Auch die Fortsetzung Karate Kid IV – The next Generation aus 1994, noch die „Neuauflage“ Karate Kid (2010) mit „wannabe“ Will Smith und der legende Jacky Chan überzeugen. Bis heute jedenfalls!

Den das Karate Kid-Franchise scheint doch nicht tot zu sein! Oder sollte ich sagen:

Cobra Kai never dies!


Infobox
SerientitelCobra Kai
GenreAction | Martial Arts | Komödie |
Regie und DrehbuchAwareness: Conversations with the Masters (gelesen)
BesetzungWilliam Zabka, Ralph Macchio, Xolo Maridueña etc…
Umfang3 Staffeln / 3 x 10 Folgen à 30 min
Ähnlich:Karate Kid
gesehene Sprachversion englisch (deutsche Untertitel)
Verfügbar:Netflix
InhaltJahrzehnte nach dem All-Valley-Karate-Turnier, dreht sich das Leben des erfolglosen, mittlerweile Ü-Vierzig jährigen Johnny Lawrence im Kreis. Gelegenheits-Jobs, literweise Bier und fette Schinkenwurst zum Frühstück sind Johnny’s Lebensinhalt. Als Johnny’s Wagen beschädigt wird und er sich unverhofft im Autohaus seines Erzfeindes Daniel La Russo wiederfindet entfacht das alte Feuer wieder in Ihm.

Cobra Kai erwacht wieder zum Leben.
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Weitere TV-Shows und Serien findet Ihr wie immer hier! Eventuell werde ich – passend zum Anlass – nochmal in die Karate Kid- Filme rein schauen und mal offiziell meinen Senf zu den alten Schinken geben!

Wenn Ihr die Serie Cobra Kai noch nicht gesehen habt und euch nicht spoilern lassen wollt, dann springt gleich zum Fazit.


Um was geht’s?

Johnny Lawrence lebt den American-Dream: Bier, Bacon und Trash-TV.

Eines Nachts erteilt er einigen Jugendlichen mit seinem eingerosteten Karate eine Lektion, als diese Johnny’s Nachbarn Miguel mobben und dabei Johnny’s Wagen in Mitleidenschaft ziehen. Der junge Miguel Diaz (gespielt von Xolo Maridueña ), der zuvor von besagten Jugendlichen verprügelt wurde ist ganz überrascht über die Fähigkeiten seines Nachbars.

Nachdem Johnny am Tag danach verkatert aus dem Polizeirevier zurückkehrt, bittet ihn Miguel darum ihm Karate beizubringen, was Johnny ohne große Umschweife zuerst ablehnt.

Über Umwege gelangt der charismatische Johnny in das Autohaus seines Erzfeindes: Daniel La Russo. Die einstige Rivalität lebt wieder auf und Johnny eröffnet seine alte Karate-Schule.

Worldbuilding & Charakter

Strike First

Darsteller William Zabka’s Charakter Johnny Lawrence spielt in der Netflix Serie Cobra Kai (im Gegensatz zu den Karate Kid-Filmen) nicht den Antagonisten sondern den (Haupt)-Protagonisten der Serie. Man erlebt die Geschehnisse der TV-Show und auch die Ereignisse aus den Filmen sozusagen durch seine Augen.

An besagten Flashbacks – die Originalausschnitte der Filme beinhalten – erkennt man deutlich, dass Johnny mit seiner Vergangenheit nicht abgeschlossen hat.

In der ersten Folge entscheidet er sich endlich zuerst zuzuschlagen und seinem alten Dojo Cobra Kai wieder neues Leben einzuhauchen.

Strike Hard

Johnny schafft es sich mit seiner Karateschule einen Namen zu machen und hilft Kindern sowie Jugendlichen dabei Ihr volles Potential auszuschöpfen und sich nicht mehr herum schubsen zu lassen.

Doch wie das Leben so ist, läuft nicht alles nach Plan. Daniel La Russo, er eigentliche Held der vorherigen Filme schreitet ein. Über moralisch fragliche Umwege sorgt er dafür, dass seinem Erzfeind Lawrence regelmäßig Steine vor die Füße fallen.

Was anfangs wie ein kleines hin und her gezanke zwischen zwei alten Rivalen beginnt, mutiert immer weiter zu einer neuen „alten“ Fehde und öffnet nicht verheilte Wunden beider Parteien. Ein Kampf der Dojos bricht aus: Cobra Kai vs. Miyagi Do.

No Mercy

Im Späteren verlauf der Serie taucht auch der tot geglaubte John Kreese ( gespielt von Barret Carnahan)- der ehemalige Sensei von Johnny – auf und möchte in seinem Vermächtnis mitspielen. Man erfährt viel über die Vergangenheit von Kreese und jedem (außer Johnny) ist klar, dass sich der alte Draufgänger kein Stück verändert hat.

Die Lage spitzt sich noch weiter zu, als Johnnys Sohn Robby Keene über Umwege im Miyagi Dojo landet und unter dem Dach der Familie La Russo als Familienmitglied aufgenommen wird.

Johnny lebt und lehrt zu beginn der Serie den Weg den Ihm John Kreese beigebracht hat ( Strike First, Strike Hard, No Mercy). Doch nach und nach verändert sich seine Ansicht gegenüber dieser Philosophie zunehmend. Er beginnt seinen eigenen Weg zu gehen und eröffnet nach der Abspaltung von Kreese schon bald auch seinen eigenes Dojo: Eagle Fang Karate.

Aus Alt mach Neu

Die Karate-Kid-Filme haben uns schon die eine oder andere, tiefsinnige Message geliefert. Die Netflix Serie Cobra Kai geht da noch einen schritt weiter. Sie zeigt uns tiefe, nachvollziehbare Beweggründe und Backgrounds der Charakter, die in den Filmen viel zu Kurz gekommen sind.

Zusammen mit den Film-Erinnerungs-Flashbacks schafft die Cobra-Kai Serie wirklich eine super Atmosphäre und beleuchtet auch die hintersten Winkel eines sonst so klassischen „bösen“ „(Ex)-Highschool-Bully.

Nostalgie trifft auf echtes Leben

In den Filmen sind die Probleme noch so einfach. Danny kriegt regelmäßig auf die Fresse und will sich verteidigen.

Im erwachsenen Leben sind die Probleme der Ex-Highschoolkids weitaus komplexer. Die Erinnerungen im „alten Format“, die sowohl Danny als auch Johnny einholen, schaden dem realistischeren Ton der Serie jedenfalls nicht. Im Gegenteil: Sie verstärken meiner Meinung nach nur wie real die Geschehnisse von damals waren und welche Auswirkungen sie teilweise bis heute noch auf Ihre Leben haben.

Besonders emotional sind dabei die Gespräche zwischen dem alten Mr. Myagi (gespielt von Pat Morita) und Daniel-San!

Gleichzeitig schafft es die Serie sich trotzdem nicht zu ernst zu nehmen. Die Teenager-Kampfeinlagen sind zwar gut choreographiert aber sichtlich auf Show ausgelegt. Manchmal muss man da schon zurecht schmunzeln. Aber da auch die Filmvorlage denselben Weg gegangen ist muss auch Cobra Kai nicht einen auf Ong Bak machen!

Fazit

Eines Vorweg: Cobra Kai ist neben The Expanse, meine Serie des Jahres!

Einfach eine gute Story ohne Hintergedanken

Positiv in diese Serien-Review anzumerken, ist vorallem die Tatsache, dass Cobra Kai frei von irgendwelchen politischen Agendas ist: Ich meine der Protagonist ist ein gewalttätiger, über-maskuliner und weißer Semi-Alkoholiker, der Kinder derbe beschimpft und sie manchmal sogar verprügelt und trotzdem wird er nicht verurteilt, weil er so eben am besten in die Story passt.

Außerdem ist der Frauen-Männer Anteil gut aufgeteilt und in keinsterweise fühlt es sich so an, als wäre die eine oder andere Seite benachteiligt. Es gibt starke weibliche Charakter und männliche Charakter die nicht vollkommene nichtsnutzige sind. (Anders als der Trend in Hollywood.)

Die Story ist gut durchdacht und großartig geschrieben. Die Flashbacks zu den Filmen haben mir als alter Karate-Kid-Fanboy regelmäßig eine Gänsehaut eingebracht. Die Soundtracks sind 80er pur! Das macht spaß und passt zum Setting wie Wodka und saure Gurken.

Zum Totlachen!

Scheisse: Johnny Lawrence ist eine absolute Fucking Legend! Ich meine der Typ ist sprichwörtlich in den 80ern hängen geblieben, hat mit Technik so viel am Hut wie Dieter Bohlen mit Talent. Zudem ist er Stur und von sich Selbst überzeugt wie ein Fels auf Kokain.

Praktisch sein ganzes Leben hat er die „mit dem Kopf durch die Wand-Methode“ praktiziert! Außerdem wird sein Wortschatz stets mit einem kräftigen Pussy, Loosers und anderweitig ausgefallenen Sprüchen unterstrichen, was ihn nur sympathischer macht.

Ich hab mir aus aktuellen Anlass nochmal ein SPOILERALERT: Best of Johnny Lawrence reingezogen (rein zu akademischen Zwecken und um das Cobra Kai Serien Review zu vervollständigen, versteht sich…). Bin wieder mal gestorben; so sympathisch und Humorvoll bringt William Zabka Johnny auf wieder auf die Leinwand.

Wer also auch lust hat auf spiel, spass und Spannung der kann auf das nächste Ü-Ei verzichten und sollte sich stattdessen lieber, (nach meinem Serien Review) Cobra Kai reinziehen. Die kurzen Folgen (30 min pro Folge) der Netflix Serie passen gut zwischen die Mittagspause und die Lacher die euch sicher einholen werden, sind ein Nachtisch ohne Kalorien!

Netflix hat zudem bestätigt das die 4. Staffel bereits in Produktion ist!

Wieder einmal bedanke ich mich fürs Lesen und weise hier auf meine anderen Artikel hin. Sollte was fehlen, lasst es mich wissen!

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1 Kommentar zu „Cobra Kai never dies! Netflix Serien-Review (Staffel 1-3)“

  1. Pingback: Ragnarök (Staffel 1 & 2) Review der Netflix-Serie - Lord of the words

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