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The Witcher-Serie Staffel 1 (Review)

In 2019 hat uns Netflix die erste Serien-Adaption von Geralt von Rivas Abenteuer geliefert. Seit dem folgten ein weiterer animierter Film und nun auch bald Staffel 2 der The Witcher Serie.

Ob sich die erste Staffel lohnt, welches Startdatum und sonstige Informationen bereits zur zweiten Staffel vorliegen erfahrt ihr in diesen Beitrag.

Infobox
SerientitelThe Witcher
DrehbuchLauren Schmidt Hissrich
BuchreiheDie Geralt-Saga von Andzrej Sapkowski
Cast Geralt von Riva (Henry Cavill), Yennefer von Vengerberg (Anya Chalotras), Prinzessin Cirilla (Freya Allan)
Umfang1. Staffel | 8 Folgen | c.a. 60 min pro Folge (Start Dezember 2019)
2. Staffel | 8 Folgen | c.a. 60 min pro Folge (Start 17. Dezember 2021)
GenreHigh-Fantasy, Epic-Fantasy, Mittelalter, Fiktion
VerfügbarNetflix
InhaltDie Geschichte dreht sich um Geralt von Riva, den mutierten Monsterschlächter, der sich sein Gold mit dem Erlegen von Biestern verdient. Gegen dessen Willen wird er in politische Intrigen und die Machenschaften der Zauberin Yennefer von Vengerberg verwickelt. Ein altes Recht verschweißt unwiderruflich die Schicksale der jungen Prinzessin Cirilla und des Hexer von Riva.

Zusammenfassung

Geralt von Riva jagd Monster. Und das ziemlich gut. Schließlich wurde seine Zunft nur dafür ins Leben gerufen.

Sein durch Mutation verstärkter Körper ist für die Jagd gemacht und lässt sich durch das einnehmen von Tränken und das wirken von einfachen magischen Zeichen wunderbar für das erlegen von Monstern aller Art einsetzen.

Geralt’s Jagd bringt Ihn in der ersten Folge in die kleine Stadt Blaviken. Hexer-Fans dürften hier hellhörig werden. Denn dieser Stadt verdankt Geralt einen seinen Spitznamen:

Der Schlächter von Blaviken.

Es handelt sich hierbei um das Kapitel „das kleinere Übel“ aus der Buchvorlage und widmet sich dem Story-Akt von Renfri, der mord- & rachsüchtigen Ex-Adligen.


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Ein guter Sapkowski Mix

Vollblut-Hexer-Fans werden noch vor Abschluss der ersten Staffel merken, dass es sich bei der Netflix-Adpation zwar um keine Neu-Interpretation der Geralt-Saga handelt, wohl jedoch um eine Vermischung aller Buchinhalte.

Statt straight nach Buchvorlage zu gehen hat sich Drehbuchautorin Lauren Schmidt Hissrich auch an der restlichen Pentalogie der Hexer-Reihe bedient.

Man nehme also Andrzej Sapkowski’s Der Letzte Wunsch und gebe eine große Portion seiner anderen Witcher-Werke hinzu und Mixe dies gut durch, fertig ist das Netflix-Drehbuch. Was mich direkt zum nächsten Punkt bringt.

Verwirrende Reihenfolgen und Zusammenhänge

Die Reaktionen der ersten Staffel, waren was den inhaltlichen Zusammenhang der einzelnen Episoden angeht durchaus unterschiedlich. Der eine oder andere hatte einen besonders euphorischen „Ahaa-Moment“ und der andere eher einen verwirrten „WTF-Moment“.

The Witcher | Netflix – offizielle Webseite
Quelle: Netflix.com

Ich gebe zu: Die Serie macht es einem nicht leicht. Wo im Buch der gute Geralt im Tempel der Melitele als Zwischenspiel zu jeder Kurzgeschichte zumindest einige Hinweise gibt, bekommen wir in den einzelnen Episoden kaum einen Anhaltspunkt, dass sich die Ereignisse in einer relativ großen Zeitspanne abspielen.

Das diese weder zeitlich noch inhaltlich geordnet sind, macht es den Zuschauern teilweise schwer der Story zu folgen.

Charakter & Worldbuilding

Die Zusammenstellung des Casts der Netflix-Serie hat mich Anfangs auch eher verunsichert. Natürlich legt Netflix wert auf einen diversen, multikulturellen Cast. Manchmal passt das allerdings sogar nicht in ein osteuropäisch angelehntes Setting, aber Seis drum.

Mit einigen Rollenvergaben in der The Witcher Serie bin ich zwar immer noch nicht zufrieden aber das ist ja schließlich nicht alles!

Die Welt wirkt düster und gefährlich. Über das Design mancher Monster lässt sich bekanntlich Streiten. Aber schließlich muss man als Künstler auch kreative Freiheit haben und nicht nur kopieren.

An die tiefe des Worldbuildings die bspw. Game of Thrones bereits in der ersten Staffel erreicht hat, kommt die Netflix-Serie derzeit noch nicht heran. Aber vielleicht klappt das ja in zukünftigen Staffeln.

Ist es ein Vogel, ist es ein Flugzeug? Nein es ist der Hexer Geralt von Riva!

Als der erste Teaser mit Henry Cavill als Darsteller des charismatischen Monsterjägers veröffentlich wurde konnte ich nicht anders als im Strahl zu kotzen.

Ich weis nicht warum aber irgendwie dachte ich mir: Superman als Geralt von Riva? Wtf?

Heute gebe ich zu, Henry spielt den nach außen hin stumpfen und einseitigen Charakter wirklich ausgezeichnet. Da er selbst ein großer Fan der Spiel-Reihe ist, hat er das beste an Geralt aus beiden Welten – Buch & Game – zu rate gezogen und sich so seine eigene Interpretation des Schlächters von Blaviken zusammengeschustert.

Das Ergebnis ist ein brummender und fluchender Grumpy-Geralt, der oft so tut als würden Ihn andere Schicksale nichts angehen, nur um dann mit einem stilsicheren „Fuck“ auf den Lippen seine „Ich scheiss auf alle“-Prinzipien über Bord zu werfen und sich doch für andere ins Getümmel zu werfen.

Das ist Geralt wie er leibt und lebt.

Der Cast

Natürlich gibt es neben Geralt noch andere Charakter, der/die eine besser die/der andere schlechter besetzt.

Positiv überrascht war ich von Anya Chalotras Darbietung der schönen Zauberin Yennefer von Vengerberg. Da Ihre Backstory in den Büchern nur vage erklärt wird, erfährt man (in einer u.a. ziemlich bizarr-Erotischen Szene) wie Sie überhaupt so schön und mächtig geworden ist.

Das gibt dem Charakter mehr Tiefe und erklärt ihren wild entschlossenen Antrieb auch denjenigen, die die Bücher nicht gelesen haben.

Auch Freya Allan, gibt sich (auch wenn ich noch nicht zu 100 % von Ihr überzeugt bin) sichtlich Mühe Cirilla Leben einzuhauchen.

Ich hoffe, dass sich in der zweiten oder dritten Staffel auch einige Facetten der rebellischen Teenagergeschichte von Ciri zeigen werden. Dieser Teil hat mir in den Büchern besonders gefallen.

Der Lieder-Trällernde Rittersporn (original polnisch: Jaskier)ist mir persönlich zu poppig und erinnert mehr an eine wandelnde Witzfigur, anstatt an einen bekannten und respektierten Poeten.

Fazit

Auch wenn die erste Staffel in meine Augen nicht an die Buchreihe heran kommt, finde ich dass der Auftakt der the Witcher Serie besser gelungen ist, als ich es für möglich gehalten habe.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich sogar angst, dass die Serie richtig floppt und die Hexer-Reihe in den Schmutz zieht.

Der Cast ist für eine, an den osteuropäischen Raum angelehnte Welt etwas zu divers. Das macht es in der auch sonst schon ziemlich undurchsichtigen Kulisse noch schwerer den aktuelle Schauplatz in bestimmten Szenen zu bestimmen.

Manchmal riecht es auch ein wenig zu sehr nach politischer Message: Etwa als Königin Calanthe in blutiger Rüstung, die harte Monarchin markiert. Ich meine: Können denn weibliche Protagonisten & Antagonisten nur dann stark und authentisch sein, wenn Sie aussehen wie Frauen aber rumpöbeln wie Männer?

Neben diesen und jenen Problemen schafft es die Netflix-Show aber eine solide und unterhaltende Adaption der Bücher wiederzugeben.

Die Dialoge sind gut, die Action macht spass und der verworrene Gang von Episode zu Episode hat mir sogar mehr gefallen als er mich verwirrt hat!

Der Start der zweiten Staffel ist auf den 17.Dezember.2021 festgelegt.

Start von Staffel 2

Die zweite Staffel ist bereit im Dezember 2021 auf Netflix gestartet. Mein Review hierzu findet ihr hier.

Es gab es auch schon erste hitzige Diskussionen zu einem der Charakter aus den Kurzgeschichten. Denn der gute Nivellen hat erst jetzt einen Auftritt in der The Witcher Serie.

In dieser Interpretation kennen sich Geralt und Nivellen wohl schon länger und auch Ciri ist mit dabei. Ich bin gespannt wie das umgesetzt wird und vor allem wie Game-of-Thrones-Star Kristofer Hivju die Rolle des Biests Nivellen auf die Leinwand bringt.

Schaut euch auf dem Youtube-Kanal von KinostarDE den Trailer zur zweiten Staffel an. (Vorsicht: Spoiler zu Staffel 1 möglich)

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