Die Gabe der Könige

Die Gabe der Könige (Buchreview – Band 1 der Farseer-Trilogie)

Wenn es um bemerkenswerte Fantasy-Romane geht, darf Die Gabe der Könige und die Faarseer-Trilogie nicht fehlen!

Ich habe nun (reichlich spät) den ersten Band der Trilogie um FitzGeralt gelesen und gebe hier mein offizielles Statement zum ersten Teil von Robin Hobb’s Fantasy-Epos ab.

Gelesen habe ich die englische Version. Einfach aus dem Grund, weil mir ein guter Freund das Buch in die Hand gedrückt hat und meinte: „read it boy“. And so I did.

Ich bereue nichts!

Infobox
AutorRobin Hobb
Seitenzahl480 (englische Version); 527 (deutsche Version)
Original-TitelAssassins Apprentice (gelesen)
Deutscher TitelDie Gabe der Könige (nicht gelesen)
Zugehörige Werke– Die Chronik der Weitseher (1. Chroniken) => Diese Reihe <=
– Das Erbe der Weitseher (2. Chroniken)
– Das Kind der Weitseher (3. Chroniken)
GenreFantasy, Mittelalter, Fiktion
weitere Bücher der Autorinhier (*)
ISBN978-0-00-648009-9
InhaltFitz, Sohn des Chivalry ist ein königlicher Bastard, als Junge in die Welt hinausgeworfen, einsam und allein. Nur seine angeborene magische Verbindung zu Tieren gibt ihm Geborgenheit und dass Gefühl nicht alleine zu sein. Doch diese magische Gabe wirdals teuflisch und gefährlich angesehen. Und so behält er diese Gabe für sich, während der neue Abschnitt seines Leben als Bastard im Zuhause der Königlichen Familie, – der Familie seines Vaters – beginnt.
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Zusammenfassung (Spoiler)

Ein gerade einmal sechsjähriger Junge, wird in einer winterlichen Nacht von seinem Großvater und seiner Mutter vor die Tür eines Prinzen gesetzt. Dieser ist niemand anderes als Prinz Verity, der Sohn des König’s. Der Junge, der zu diesem Zeitpunkt nicht einmal einen Namen trägt, sei der Neffe des Prinzen und somit der uneheliche Sohn eines anderen Königssohn’s: Prinz Chivalry, der Thronerbe.

Prinz Verity nimmt den Jungen unter der Obhut des Stallmeisters Burrich, – einem engen Vertrauten von Prinz Chivalry – mit nach Buckkeep wo er offiziel als Bastard-Sohn des Thronfolgers anerkannt wird.

Für die Affäre mit der Mutter des Jungen, zahlt der einst beliebte Prinz Chivalry mit dem Verzicht auf die Thronfolge und dem Exil einen hohen Preis.

Der Junge hingeben wächst unter den Fittichen seines Großvaters, König Shrewd als Bastard innerhalb der Schlossmauern von Buckkeep auf. Er lernt seinen Vater nie kennen.

Stallmeister Burrich, ist für lange Zeit seine einzige menschliche Bezugsperson. Er ist es, der Ihn erstmals Fitz nennt.

TIPP: Wer sich die englische Original-Version als Taschenbuch kaufen möchte, der hat die Wahl zwischen der Neuauflage (deutlich teurer) oder der älteren Ausgabe. Bei letzterem bekommt Ihr die gesamte Trilogie im Taschenbuchformat bereits für knappe 32 Goldtaler. Und da ist sogar die gesamte Trilogie dabei!

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Worldbuilding

Ein Fantasyroman muss meiner Meinung nach mit einer Karte beginnen. Robin Hobb trifft diesbezüglich, mit Die Gabe der Könige, genau meinen Geschmack. Die Welt fühlt sich echt an, hat nachvollziehbare Handelswege, eine intrigiere politische Entwicklungen ala GoT, sowie Magiesysteme, die obwohl so einfach, absolut genial ausgearbeitet sind.

Die Zwischensequenzen vor jedem Kapitel vermitteln ein dichtes und umfangreiches Wissen zur Geschichte und Sagen des Landes, was der ganzen Welt zusätzlich mehr Tiefe gibt ohne dabei den Rahmen zu sprengen.

Die Entwicklung einer Seuche, die die Menschen in gefühllose Hüllen verwandelt, sowie die Raubzüge der roten Schiffe ist geschickt in die Welt eingefädelt.

Cool finde ich dabei, was für eine Auswirkung dass auf König Shreewd’s Politik hat, nachdem Jahrelang Bestienartige Menschen die Lande durchziehen.

Charakter & Dialoge

FitzGeralt hat’s echt nicht leicht. Von der Mutter abgegeben, als Bastard annektiert und zur Schau gestellt, wird er von seinem Großvater dem König, als Assassine ausgebildet.

Er soll Menschen für eine Monarchenfamilie (auch noch seine eigene) töten, die nicht zögern würden Fitz für die eigenen Interessen als Kollateralschaden zu opfern. Ein gutes Fundament für einen vielschichtigen Charakter.

Der grantige Stallmeister Burrich, der für Fitz zu einer Art Vaterfigur heranwächst, macht es seinem Schützling auch nicht immer Leicht.

Er fühlt sich verpflichtet den Sohn seines ehemaligen Herren,- den er verehrt hatte – zu einem anständigen Mann großzuziehen. Gleichzeitig gerät er mit Fitz’s „Wit“, der magischen Bindung zu Tieren in einen Clinch, was der Beziehung der beiden nicht unbedingt zu Gute kommt.

Egal ob, grober Stallmeister, der verantwortungsbewusste Prinz und neuer Thronerbe Verity, oder die reuevolle Witwe von Fitz‘ Vater Lady Patience: Die Autorin Robin Hobb versteht Charakterbuilding wie keine andere.

Die Dialoge und Beweggründe jedes einzelnen Charakters sind immer gut durchdacht und kommen dem im echten Leben wirklich sehr nah!

Fazit

Wenn der erste Band dich nicht packt, hat die Trilogie was falsch gemacht.

Gut, dass mich Die Gabe der Könige mehr als nur gefesselt hat! Ich muss zugeben, das ich etwas längere Pause im Buch hatte. Das lag teilweise daran, dass ich die englische Version gelesen habe. Englische Sachbücher lese ich zwar problemlos ohne Verständnislücken. Fiktion, vor allem mit mittelalterlichem Hintergrund ist dann schon etwas anderes.

Unbeachtet der sprachlichen Barriere, hat mich der erste Teil dieser Geschichte wirklich begeistert!

Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive, was mir persönlich „eigentlich“ nicht so gefällt aber in der englischen Version wirklich kaum auffällt.

Die Charakter- sowie die Storyentwicklungen machen spass, die Welt ist sehr gut inszeniert und trotz überwiegen ausfallender „Action“ ist das Storytelling einfach mega spannend.

Ein Cliffhanger am Ende des Buch’s, sowie weitere offene Fragen die noch beantwortet werden wollen, machen mich neugierig was im zweiten Band wohl passieren wird!

Die Gabe der Könige

ab 9,99 €
4.2

Wordbuilding

4.3/5

Charakter

4.5/5

Story

4.0/5

Magiesystem

4.0/5

Gesamtbewertung

4.3/5

Pros

  • interessante Charakter
  • packende Story
  • klasse Wordbuilding
  • fantastisches Magiesystem

Cons

  • manchmal etwas langatmig

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