Der dunkle Turm - Schwarz

Der dunkle Turm von Stephen King (Band 1: Schwarz)

AutorSteven King
Seitenzahl352
Original-TitelThe Dark Tower: The Gunslinger
Auflage10. Auflage (Überarbeitet)
GenreDark-Fantasy/ Sci Fi/ Horror
BuchreiheDer dunkle Turm (1-8)

Um was geht es?

Im ersten Band (Schwarz) der achtteiligen Buchreihe der dunkle Turm von Stephen King, streift der einsame Revolverheld Roland durch eine trostlose sterbende Welt. Er ist auf der Jagd nach dem Mann in Schwarz, der in Verbindung mit dem dunklen Turm steht, nachdem der Revolvermann seit Jahren sucht.

Zusammenfassung & meine persönliche Meinung

Roland wandert als letzter seiner Art durch eine Welt „die sich weiterbewegt hat“. Stephen King, der König des Horrors taucht in das Fantasy-Genre ein und webt seine Art von Mysterie und Horror tief in die Geschichte mit ein. Liest man die Einleitung dieser Version, so versteht man schnell das Stephen King „Der Dunkle Turm“ als sein Lieblingswerk ansieht.

Das war mit unter ein Grund, warum ich die Reihe überhaupt angefangen habe. Ich wollte den persönlichen Favoriten des Autors lesen (Der Dunkle Turm ist mein 1. King Schinken!)

Der Oben angesprochene Mysterie und Horror Anteil ist sehr gut beschrieben und treibt einem gerne mal eine Gänsehaut ein. Allerdings ist genau das auch die Schwäche vom ersten Band. Der Schleier um Roland, den Mann in Schwarz sowie den Dunklen Turm hebt sich zwar gegen Ende des Buches. Aber bis dahin braucht man allerdings einen langen, langen Atem.

Wer sich denkt: „den ersten Teil überspringe ich und schaue mir den Kinofilm der dunkle Turm (2017) an“, der sein gewarnt. Der Streifen soll eher eine inhaltlich abweichende Zusammenfassung aller Bücher sein und wird euch daher mehr oder weniger spoilern. Das ist auch der Grund, warum ich den Film seither noch nicht gesehen habe.

Lohn es sich durchzuhalten?

Die Lüftung eines großen (Teil-)Geheimnisses am Ende des Buches: belohnt den Leser für’s dran bleiben. Wirft allerdings noch mehr Fragen auch als unbedingt nötig. Meiner Meinung nach hat Rolands Jagd nach dem Mann in Schwarz die Story etwas zu schnell von der „einsamer Wolf jagt nach seiner Beute“ in eine Endzeit-Apolkalypse biblischen Ausmaßes anschwellen lassen. Liest man zwischen den Zeilen so ahnt man zwar zu Beginn, dass mit der Welt etwas nicht stimmt. Am am Ende des Buches wird man aber von Informationen überflutet die den einen oder anderen Leser vielleicht verscheuchen könnten.

Charakter- Worldbuilding

Roland

Der Aufbau von Charakteren bleibt eher Flach, vor allem beim Protagonisten. Zu Beginn ein trockener Revolverheld, der hin und wieder an seine verlorenen Freunde denkt, sind Rolands Charakterzüge am Ende des ersten Bandes immer noch nicht eindeutig. Bis auf das er offensichtlich um’s verrecken den Mann in Schwarz und den dunklen Turm finden will und das er ein Überbleibsel einer alten Welt darstellen soll ist nicht viel über den eintönigen Mann zu erfahren,.

Schlimmer noch: Ich habe Roland für seine Taten und die Opfer die er für seinen Turm gebracht hat eher als ziemlich unsympathischen und berechnenden Arsch empfunden.

Letzteres kann man nicht so leicht übers Knie brechen. Gerade die (ziemlich weirde) Verbundenheit zu dem jungen Jack, der gestorben war um in Rolands Welt zu gelangen nur um später von diesem geopfert zu werden hat mich nicht gerade davon überzeugt, das Roland in dieser Geschichte der gute ist. Das steht übrigens schon so im Einbund – Hätte ich lieber überlesen, da es mich mehr oder weniger gespoilert hat.

Der Mann in Schwarz

Auch der Mann in Schwarz bleibt ein Mysterium und durch die ganze Geschichte hinweg eher ein Fragezeichen. Er ist wohl ein Zauberer und hat etwas mit dem dunklen Turm zu tun. Außerdem hat er eine makabere Art und weise Roland weiter anzulocken und Ihn dazu zu bringen Ihn weiter zu verfolgen und ihm gleichzeitig Steine in den Weg zu legen.

Jack

Jack hingegen, ein weinerlicher kleiner Junge war für mich nachvollziehbarer als Roland und der Mann in Schwarz. Vom Mann in Schwarz in „unserer Welt“ vor ein Auto gestoßen, dass den Jungen gnadenlos überrollt – was Stephen King ziemlich detailreich beschreibt – erwacht der Junge ohne Erinnerung in Rolands Welt. Nach einem – wie ich schon sagte – unangenehmen Moment, der „Liebe auf den Ersten Blick“ zwischen ihm und Roland begleitet der Junge den Revolverheld auf die Jagd.

Jack ist genau so wie ich mir einen kleinen Jungen in seinem Alter nach so einem Erlebnis vorstellen würde. Zuerst totgefahren und dann in eine sterbende Welt entlassen um dort noch einmal zu sterben.

Die restlichen Charakter im Buch bleiben allerdings zweit-, oder drittrangig. Das zeigt King recht bildlich in dem er Roland einen ganzen Ort über den Haufen schießen lässt. Für mich persönlich war das nicht weiter wild, dieser Teil des Buches war mir zu langatmig und ich war froh, als Roland die Bewohner von Tule von ihrem tristen Dasein befreit hat.

Hin und wieder switched Roland zu einzelnen Flashbacks seiner Vergangenheit die einen mehr verwirren als etwas erläutern.

Die Welt

Was das Worldbuilding angeht sei so nur viel gesagt: Die Welt hat sich weiter bewegt. Mehr als das und die Tatsache das es sich um irgendeine postapokalyptische, trostlose Einöde handelt die unserer Welt ähnlich ist erfährt man in diesem Band auch nicht. Achja und es gibt Monster und sexgeile Vergewaltigungsdämonen. Random stuff eben.

Stephen King versucht mit Der dunkle Turm: Schwarz erst gar nicht einen auf nett zu machen. So wie er sonst auch nie getan hat. Er beschreibt eine karge wüste, sterbende Welt die real genug wirkt um ihr fern bleiben zu wollen.

Fazit

Der Auftakt der Dark-Tower-Reihe war auch für mich ein holpriger und langatmiger Start in eine Buchreihe die das Zentrum des Multiversums aller King-Werke bilden soll. Das sich das Weiterlesen gelohnt hat konnte ich allerdings erst im zweiten Band feststellen. Und nach Abschluss des Band 2 muss ich sagen: Ja, Ja und nochmal Ja!

Die Reihe an sich kann ich – um der anderen Teile willen – nur empfehlen. Daher würde ich vorne weg vorschlagen, dem ersten Teil einfach mehr Geduld zu schenken und anschließend direkt in Teil Zwei einzutauchen!

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Der dunkle Turm

9,99 €
3.2

Story

3.5/5

Lesbarkeit

2.3/5

Worldbuidling

3.8/5

Charakterbuilding

3.3/5

Pros

  • Bizarre Welt mit Gruselfaktor
  • Stilsicherer Schreibstil
  • großer Cliffhänger am Ende

Cons

  • Zähe Anfangsstory
  • Zu viel Mysterie die unerklärt bleibt

Über den Autor

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